Der Liebestrank 2016

 (Esterhazy)

Opera buffa auf der Ruffinibühne Gaetano Donizettis romantische Komödie „Der Liebestrank“ wird als turbulente Neuinszenierung auf der Ruffinibühne erstmals im Rahmen der Oper im Steinbruch St. Margarethen präsentiert.

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Komische Oper in zwei Akten
Musik von Gaëtano Donizetti
Text von Felice Romani  

Uraufführung am 12. Mai 1832 in Mailand

 

ERSTER AKT


In kleines Dorf in der Toscana, zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Nemorino, ein schüchterner, junger Bauer, liebt die hübsche und reiche Pächterin Adina, die sich jedoch nichts aus ihm macht. Nemorino ist ganz in Adinas Anblick versunken, während sie ihren Gefolgsleuten gerade die alte Sage um den Wundertrank von Tristan und Isolde vorliest: Tristan, krank vor Sehnsucht nach der geliebten Isolde, die ihm kalt gegenübersteht, bezwingt durch den Zauber eines Liebestranks Isoldes grausames Herz. Adina kommentiert die Geschichte spöttisch: sie hält Treue für einen leeren Wahn und möchte lieber frei und ungebunden bleiben.
Der Sergeant Belcore kommt mit Soldaten ins Dorf, um neue Rekruten zu werben. Doch auch Belcore – von seiner Unwiderstehlichkeit mehr als überzeugt – hat kein Glück bei der koketten Adina. Kurz darauf schlägt der fahrende Quacksalber Dulcamara auf dem Dorfplatz auf und preist seine Wundermittel an. Nemorino fragt ihn nach Isoldes Liebestrank, den der geschäftstüchtige Dulcamara ihm für einen Golddukaten auch verkauft, nicht ohne ihm zu versichern, dass eine Wirkung erst nach 24 Stunden zu erwarten sei – wenn Dulcamara längst über alle Berge wäre. Nichts anderes als eine Flasche köstlichen Rotweins ist der vermeintliche Liebestrank nämlich. Von der Zauberkraft des eifrig geleerten Weins überzeugt, zeigt Nemorino Adina plötzlich die kalte Schulter, doch welch eine Enttäuschung muss der Verliebte erleben! Gereizt und in ihrer Selbstverliebtheit gekränkt, gibt Adina zur allgemeinen Überraschung dem primitiven Sergeanten ihr Ja-Wort. Noch am selben Abend soll Hochzeit sein! Nemorino ist verzweifelt.

 

ZWEITER AKT


Landleute und Soldaten rüsten in Adinas Gutshof zur Hochzeit. Adina will den Ehekontrakt noch nicht gleich unterzeichnen – in einem Fleckchen ihres Herzens flackert doch langsam die Liebe zu Nemorino auf, den nun umgekehrt sie für sich gewinnen will. In seiner Not hat Bauer Nemorino noch eine Flasche von Dulcamaras „Wundertrank" gekauft, kann ihn aber nicht bezahlen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich von Belcore für die Armee werben zu lassen. Mit dem Handgeld bezahlt er Dulcamara und verdrängt vorsichtshalber, dass er mit dem nächsten Fahnenappell nun einrücken müsste. Aber der Trank scheint bereits zu wirken: alle Mädchen des Dorfes umschwärmen Nemorino und wollen mit ihm tanzen. Er kann nicht wissen, dass Gianetta, ein anderes Bauernmädchen, überall das Gerücht gestreut hat, Nemorinos reicher Erbonkel sei gestorben und habe ihn als Universalerben eingesetzt...
Auch Adinas Fassade bröckelt, als sie erkennt, dass Nemorino bereit war, als Soldat sein Leben zu riskieren, nur um ihr Herz – und sei es auch mit einem Zaubertrank – zu erobern. Sie kauft den Anwerbeschein von Belcore zurück und händigt ihn Nemorino aus, der nun von Trankes Wirkung auf sich und die fesche Adina vollends überzeugt ist. Und nicht nur er: die Leute des Dorfes stürmen Dulcamaras Wagen und kaufen begeistert alle Vorräte auf. Während sich der Betrüger Dulcamara rasch aus dem Staub macht und Belcore sich – nur wenig enttäuscht von der geplatzten Hochzeit – rasch anderen Mädchen zuwendet, verschmelzen Adinas und Nemorinos Herzen zu einem wunderschönen Sommermärchen.

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