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Pflege und Erweiterung der Sammlungen

03.07.2012 | 10:35 |  (Esterhazy)

Die Sammlung Privatstiftung Esterházy heute.

Mit einer Landesausstellung wurden ab 1995 die Bestände in allen Bereichen und Liegenschaften gesichtet und verzeichnet. Nach einem großen Masterplan von 2005 wurden die historischen Sammlungsbereiche neu definiert und an bestimmten Standorten systematisch zusammengezogen bzw. - durch die Kriegswirren zerstreut - wieder zugeordnet.

Folgende Teilsammlungen bilden heute die Schwerpunkte:

Hinzu kommen die Ausstattungen der Schlösser mit Interieurs, Skulpturen, Kunstgewerbe und Gemälden.

Es wurden Einzelkonzeptionen der Museumsschlösser erstellt und umgesetzt, die dem Ort und den dort historisch überlieferten Sammlungen Rechnung tragen:


Wissenschaftliche Forschungsprojekte arbeiten die Bestände der Sammlungen und Archive schwerpunktmäßig auf. Kooperationen bestehen hierfür mit der Ungarischen Nationalbibliothek Budapest, der Universität für Angewandte Kunst Wien- Institut für Restaurierung, der Universität Wien- Institut für Geschichte, dem College of William and Mary in Williamsburg USA– Department für Musik sowie zahlreichen Kunsthistorikern und Historikern in Deutschland, Österreich und Ungarn. Momentan laufen sieben Forschungsprojekte zu den unterschiedlichsten historischen Themen und Sammlungsbereichen.

Esterhazy war zusammen mit dem Sammlungen der Fürsten Liechtenstein Begründer des Netzwerkes privater Kunstsammlungen (Private Art Collections) in Österreich, der Schweiz, Italien und Deutschland (Sammlungen Harrach in Rohrau, Schönborn-Buchheim, Oskar Reinhart in Winterthur, Poldi Pezzoli in Mailand, Rockox House in Antwerpen, Borromeo auf der Isola Bella u.a.)

Der Zusammenarbeit mit ungarischen Museen und Sammlungen aus Esterházy-Besitz wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Erstmals wurden gemeinsam mit dem Ungarischen Kunstgewerbemuseum wieder Objekte der seit 1921 in einen österreichischen und ungarischen Bestand getrennten Schatzkammersammlung erforscht und 2006/ 2007 ausgestellt.
Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu adeligen Bibliotheken im pannonischen Raum mit der Ungarischen Nationalbibliothek ist abgeschlossen, ein Verzeichnis aller Musikalien für den Esterházy-Hof folgt.
Mit dem Museum der Schönen Künste Budapest wurde 2007 die Gemäldesammlung Nikolaus II. Esterházy wieder mit Stücken der Esterhazy Privatstiftung in Compiègne gezeigt.

Ein starkes Engagement bei Leihgaben in alle Welt aus dem Sammlungen der Fürsten Esterházy soll in dieser Aufbruchsphase die Bedeutung der Sammlungen wieder vor Augen führen. Hierbei werden zum großen Teil Objekte verliehen, welche nie den Hof der Esterházy verlassen hatten, nie publiziert wurden und oftmals für kunsthistorische Sensationen sorgen.
In den vergangenen Jahren waren Esterhazy-Objekte in Rom, Versailles, Koblenz, Compiègene, Zagreb, Bratislava, Berlin, Monaco und mehrfach Wien und Budapest zu sehen.

Eine klare Ankaufspolitik erwirbt durch den II. Weltkrieg verlorene Stücke zurück und versucht die großen Lücken in den Sammlungen zu schließen.


Mit der Ausstellung Central Europe Revisited 2007 im Schloss Eisenstadt wurde nach über 100 Jahren wieder begonnen zeitgenössische Kunst zu sammeln: Die Schau wurde von Lóránd Hegyi, Direktor des Musée d’Art Modern Saint-Etinne, kuratiert und legt den Grundstock der in Zukunft aufzubauenden Sammlung von Werken junger zeitgenössischer Künstler aus Österreich, Ungarn, Kroatien und der Slowakei.

Esterhazy als herausragender Kulturträger

Die von Esterhazy betreuten oder organisierten Ausstellungen, Museen und Veranstaltungen auf Burg Forchtenstein, Schloss Lackenbach und im Schloss Esterházy in Eisenstadt ziehen jährlich huntertausende Besucher an.



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