Fürstin Melinda Esterházy, geb. Ottrubay

 (Esterhazy)

Von der Annäherung an Fürst Paul V. Esterházy, die schwere Zeit nach der Hochzeit und dem großen Engagement im Dienste der Allgemeinheit.

Fuerstin Melinda Esterhzy Ottrubay
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Die Zeit des Kennenlernens und der langsamen Annäherung von Melinda Ottrubay und Fürst Paul V. Esterházy fällt in die Zeit des beruflichen Aufstieges der Künstlerin zur Primaballerina Assoluta des Budapester Opernhauses. Die heimliche Verlobung findet im Februar 1946 statt, die Hochzeit folgt im August desselben Jahres im engsten Familienkreis in der Kirche Regnum Marianum in Budapest. Nach einer kurzen Zeit des Glücks wird Fürst Paul im Dezember 1948 aus der gemeinsamen Wohnung abgeführt, in einem Schauprozess wegen Devisenvergehen für schuldig befunden und zu einer fünfzehnjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Diese Jahre sind nicht nur für Fürst Paul V. Esterházy, sondern auch für Fürstin Melinda eine Zeit der härtesten körperlichen und seelischen Strapazen die das Ehepaar noch enger miteinander verbindet.

Nach der Freilassung von Fürst Paul flieht das Ehepaar im November 1956 über Österreich in die Schweiz. Das Ehepaar lebt sehr zurückgezogen in Zürich und verwaltet von dort aus die Besitzungen im Burgenland.
Nach dem Tod von Fürst Paul V. Esterházy 1989 wird Fürstin Melinda zur Universalerbin.


Mit Selbstbewusstsein und Weitblick organisiert sie den Besitz neu und gründet ab 1994 zunächst drei Stiftungen in die sie den gesamten Besitz einbringt. 2001 erfolgt eine Reorganisation und die Esterházy Betriebe werden gegründet.

Zahlreichen Zuwendungen an Gemeinden, mit denen das Fürstenhaus verbunden ist, aber vor allem ihre Offenheit und Herzlichkeit im Umgang mit Menschen, führen dazu, dass die Fürstin allerorts geliebt und geachtet wird.
Fürstin Melinda beweist große Authorität in der Durchsetzung zahlreicher Projekte, u.a. der Realisierung der Landesausstellungen auf Burg Forchtenstein und Schloss Eisenstadt.

Sie investiert bewusst in die langfristige Bewahrung des einzigartigen Kulturgutes der Familie Esterházy, da sie die Meinung vertritt, man habe nicht nur die Aufgabe, verborgene Kostbarkeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern diese auch für die nachfolgenden Generationen langfristig zu erhalten.


Ihr Engagement im Burgenland wurde durch zahlreiche Ehrenbürgerschaften und Auszeichnungen wie das "Großkreuz des heiligen Papstes Silvester", das "Ehrenzeichen vom heiligen Martinus in Gold" oder der Titel einer "Ehrensenatorin" der Universität für Bodenkultur in Wien, honoriert.
Fürstin Melinda zieht sich 2002 auf eigenen Wunsch aus der Öffentlichkeit zurück.

In der Nacht auf 28. August 2014 ist ID Fürstin Melinda Esterházy de Galántha im 95. Lebensjahr friedlich im Kreis ihrer Familie in Eisenstadt entschlafen.

 

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