Schloss Esterházy

Öffnungszeiten

Freitag - Sonntag sowie feiertags und am 31. Dezember 10.00 - 17.00 Uhr.
NEU: Winter-Highlighführungen Montag - Donnerstag um 11, 13 und 15.00 Uhr.
Schlossboutique täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet und am 24. Dezember von 9.00 bis 12.00 Uhr (25. & 26. Dezember geschlossen)

Öffnungszeiten

Burg Forchtenstein

Öffnungszeiten

Winterburgführungen täglich um 11.00 und 13.00 Uhr, Freitag - Sonntag zusätzlich um 15.00 Uhr

Öffnungszeiten

Schloss Lackenbach

Öffnungszeiten

Freitag - Sonntag und feiertags 9.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten

Steinbruch St.Margarethen

Öffnungszeiten

Winterpause bis 1. Mai 2020

Öffnungszeiten

Burgführung mit Waffensammlung

Neben dem barocken Hochschloss gibt es in dem umfangreichen Zeughaus Gewehre aus der Zeit Napoleons sowie Kanonen und Mörser zu betrachten. Höhepunkte sind auch die serbische und die ungarische Krönungsfahne.

Burg Forchtenstein Waffensammlung

Von der Militärtradition und dem Einsatz der Esterházy an der Seite der Habsburger zeugt eine der größten privaten Waffensammlungen Europas auf Burg Forchtenstein.

So beherbergt das ehemalige Zeughaus Waffen und Ausrüstungsgegenstände des 16. Jahrhunderts und des Dreißigjährigen Krieges, wie Musketen Kürasse, Sturmhauben, Piken, Hellebarden und unzählige Objekte aus der Waffenproduktion vor Ort: Holzrohlinge für Gewehre, Kartätschen, Handgranatengefäße oder Kanonenkugeln aus unterschiedlichsten Materialien. Besonders eindrucksvoll sind Kanonen und Hakenbüchsen, die im Gebrauch nicht gerade ungefährlich waren. Aber auch Beutestücke aus den Preußischen und Napoleonischen Kriegen sowie Ausrüstung der Esterházy-Regimenter aus diesen Feldzügen werden bei dem Rundgang in beeindruckender Fülle dargeboten.

Die Burgkapelle, das Oratorium mit gotischem Altar und Schmerzensmann aus Schloss Pottendorf, die historische Burgküche sowie der beeindruckende Brunnen komplettieren den Streifzug durch die Geschichte der Esterházy und ihrer Burg.

Granaten, Fahnen, Grenadiere

GRANATEN. Explosive Zeiten

Eng und loyal mit dem Hause Habsburg verbunden, leisteten die Mitglieder der Familie Esterházy ihren Beitrag an großen kriegerischen Auseinandersetzungen. Der Dreißigjährige Krieg oder Verteidigung gegen das Osmanische Reich brachten eine rasante Weiterentwicklung der Waffentechnik und Gerätschaft. Luntenschlossgewehre, Radschlosspistolen und –gewehre, Steinschlosskarabiner, Pläne für Kriegsmaschinen, wie einen historischen „Raketenwerfer“, aber vor allem die Entwicklung der auf Burg Forchtenstein in einzigartiger Fülle erhaltenen Glashandgranaten mit tückischer Wirkung, stellten hochmodere Erfindungen dieser turbulenten Zeit dar. Erstmals gezeigte Exponate der umfangreichen Sammlung in Verbindung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, beispielsweise über Produktion und Wirkung der Glashandgranaten, geben einen bemerkenswerten Einblick in diese Entwicklungsgeschichte.

Eindrucksvolle Zeitzeugen der Esterházy’schen Militärgeschichte stellen ebenfalls die ausgestellten Beutestücke aus der sogenannten „Preußenbeute“ – darunter Säbel, Karabiner, Füsiliermützen und Zelte, wie ein einzigartiges Offizierszelt aus Seide oder ein Mannschaftszelt, an welchem noch heute die sichtbarbaren Kampfspuren seiner blutigen Erbeutung erkennbar sind.

Anhand von spannenden außergewöhnlichen Einzelstücken aus den Napoleonischen Kriegen, die auf der Burg Forchtenstein über die Jahrhunderte erhalten blieben, wie ein unter gefährlichsten Umständen von Esterházy’schen Soldaten aus den Händen der Franzosen gerettetes Fahnenstück, meisterlich gefertigte Galanteriesäbel aus Silber oder eine Säbelscheide eines englischen Marineoffzierssäbel, welcher aus dem Besitz keines Geringerem als Lord Nelson stammen dürfte, veranschaulichen die bedeutende Rolle Esterházys in der europäischen Millitärgeschichte.

FAHNEN. Kostbare Symbole der Verbundenheit und Würdigung

Die erstmals ausgestellten originalen und einzig erhaltenen Krönungsfahnen Ungarns, Kroatiens und Serbiens zeugen von der bedeutenden politische Stellung Esterházys an der Seite der Habsburger – genossen doch die Fürsten Esterházy das Privileg diese anlässlich der ungarischen Königskrönungen als Zeichen der Verbundenheit und Würdigung der Kronländer zu führen. Aus edelsten Stoffen gefertigt, mit den Landeswappen und Symbolen, wie der ungarischen Stephanskrone, aufwendigst gemalt und bestickt haben die einzigartigen und kostbaren Krönungsfahnen die Geschichte überdauert.

Glasgranaten und Raketenwerfer

Militärgeschichte ist auch immer Waffengeschichte. So findet man in der Ausstellung etwa eine Bauskizze einer Kriegsmaschine, vergleichbar mit einem Raketenwerfer, die vom Hofschlosser Palatin Nikolaus Esterházy zu Beginn des 17. Jhdts angefertigt wurde.
Im Mittelpunkt des Schauraumes stehen die für die Burg Forchtenstein so bedeutsamen Handgranaten aus Glas. Kein anderer Standort weltweit verfügt über einen größeren Bestand an solcherart historischer Kampfmittel. Mehr als 100 Stück, allesamt aus den eigenen esterházy’schen Produktionsstätten am Geschriebenstein, finden ihren Eingang in die aktuelle Präsentation.

GRENADIERE. Ehre, Rang und Repräsentation

Die Granaten – „Grenaden“ – gaben den Grenadieren, also speziellen Infanteriesoldaten ihren Namen. Grenadiere waren seit dem 17. Jahrhundert als Schutztruppe auf Burg Forchtenstein stationiert. Die uniformierte Welt der Truppen und Garden lässt sich in zwei besonderen Schauräumen eindrucksvoll erfassen, die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts als Museumsräumlichkeiten genutzt wurden.
Über 500 Husarensäbeltaschen aus napoleonischer Zeit und die komplett erhaltene Ausrüstung der „Leopoldinen-Garde“, eines Ehrenzugs, der anlässlich der Hochzeit Leopoldines, Tochter von Fürst Nikolaus II., 1806 ins Leben gerufen wurde, sind noch heute in originaler historischer Aufhängung zu sehen.
Der kürzlich aufwendig restaurierte Gemäldezyklus an 34 Offiziersportraits des Husarenregiments könnte nicht aufschlussreicher die strengen Uniformierungsregeln und –traditionen sowie die verschiedenartigen militärischen Ränge der damaligen Esterházy Regimenter veranschaulichen. Eine eindrucksvolle Präsentation der Husarensäbel sämtlicher Dienstgrade, vom Offizier bis zu den einfachen Mannschaften, gibt Einblick in die unterschiedliche repräsentative Symbolik.

Teilen