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Schloss Esterházy

Öffnungszeiten

Montag - Freitag ausschließlich im Rahmen einer Winterführung
Samstag - Sonntag und feiertags 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet

Öffnungszeiten

Burg Forchtenstein

Öffnungszeiten

Samstag, Sonntag sowie feiertags ausschließlich im Rahmen einer Winterführung um 11.00 und um 13.00 Uhr

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Schloss Lackenbach

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Donnerstag – Freitag 10.00 – 14.00 Uhr
Samstag – Sonntag sowie feiertags 10.00 – 16.00 Uhr

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Steinbruch St.Margarethen

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Gruppenbuchungen auf Anfrage möglich

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Dr. Stefan Ottrubay

Vorstandsvorsitzender Esterhazy Privatstiftung

2001 übernahm der 1954 in der Schweiz geborene Stefan Ottrubay auf Wunsch von Fürstin Melinda Esterházy die operative Geschäftsführung der Esterhazy Stiftungen in Eisenstadt. Unter seiner Leitung erfolgte der Aufbau der Esterhazy Betriebe GmbH als zukunftsfähige Managementgesellschaft. Seit der Umwandlung in die Esterhazy Betriebe AG 2023 bekleidet Stefan Ottrubay den Vorsitz des Aufsichtsrates. Für sein Engagement hat erfolgende Auszeichnungen erhalten:

  • 2004 Burgenland Manager des Jahres
  • 2019 Komturkreuz des Landes Burgenland
  • 2023 Ehrenbürgerschaft der Freistadt Eisenstadt.

Welche Ausbildung und Berufserfahrungen hat Stefan Ottrubay?

Nach dem Abitur studierte er in Fribourg und Zürich Rechtswissenschaften und vertiefte seine Studien an der Columbia University in New York. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften erlangte er in Luzern und Zürich die Rechtsanwaltszulassung.

Mit dem entsprechenden juristischen Fachwissen ausgestattet, beschritt Stefan Ottrubay den Weg einer internationalen Karriere im Banken- und Versicherungssektor. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn unter anderem nach London, in die Schweiz sowie nach Osteuropa, wo er vor allem in Ungarn, nicht zuletzt aufgrund seiner Sprachkenntnisse, in leitenden Positionen tätig war.

Welche Funktion bekleidet Stefan Ottrubay bei den Esterhazy Stiftungen?

Ab 1994 hatte Fürstin Melinda Esterházy drei Stiftungen ins Leben gerufen, um die Unteilbarkeit des historischen Erbes der Familie Esterházy für die Zukunft zu wahren. Prof. Josef Ottrubay, der Bruder der Fürstin, stand bei der Umsetzung und Gründung der Stiftung beratend zur Seite. In die Planung der Strukturen band er zudem seinen Sohn Stefan ein. Dieser wurde 2000 von Fürstin Melinda Esterházy damit beauftragt, die einstige Domäne in eine moderne Managementgesellschaft umzuwandeln. Nach der Gründung der Esterhazy Betriebe GmbH im Jahr darauf übernahm Stefan Ottrubay die Funktion des Vorstandsvorsitzenden, ab 2014 war er Direktionsrat des neu geschaffenen Gremiums.

Einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft setzte das Unternehmen 2023: Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bilden die strukturellen Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Wachstum. Stefan Ottrubay steht dem Aufsichtsrat als Vorsitzender vor.

Welche Umstrukturierungen erfuhren die Esterhazy Betriebe seit 2001?

Mit der Übertragung der Leitung der Esterhazy Stiftungen an Stefan Ottrubay begann die Neuausrichtung von einer klassischen Immobilienverwaltung hin zu einem zukunftsorientierten Unternehmen. Durch Einbindung von professionellen Managementkräften und der Erschließung neuer Geschäftsfelder wurde die einstige Domäne unter der Leitung von Stefan Ottrubay zu einem Leitbetrieb des Burgenlandes. Hierfür galt es vorerst, neue Strukturen zu schaffen. Diese fußten zu Beginn auf den Bereichen Immobilien, Forst- und Naturmanagement, Kultur und Marketing und Weingut. Bereits 2002 entschied sich die Unternehmensführung, die Landwirtschaft auf biologische Bewirtschaftung umzustellen, womit Esterhazy zum ersten Bio-Betrieb dieser Größenordnung in Österreich wurde. In Rückbesinnung auf die kulturgeschichtliche Bedeutung der Kulturgüter erweiterte der Vorstand die Geschäftsfelder 2005 um den Bereich historische Großanlagen.

Durch spätere Umstrukturierungen, Zusammenführung und Hinzufügung neuer Unternehmensbereiche gliedert sich die Esterhazy Betriebe AG heute in

  • Immobilien
    Der Immobilienbereich steigert die Lebensqualität der Region durch Projekte wie das Schlossquartier mit Wohnungen, Büros und dem Hotel Galántha. Zusätzlich werden Freizeitanlagen, Stadtimmobilien und historische Großanlagen verwaltet, saniert und weiterentwickelt.
  • PANNATURA (Forst- und Landwirtschaft sowie Naturschutzagenden)
    PANNATURA vereint Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz für ein verantwortungsbewusstes Handeln im Einklang mit der Natur. Seit 2002 erfolgt die Bewirtschaftung der Ackerflächen biologisch, und die Produkte sind unter den Marken „Bio-Landgut Esterhazy“ und „Esterhazy Wildspezialitäten“ erhältlich.
  • Weingut
    Das Weingut Esterházy kombiniert moderne Methoden mit traditionellem Winzerwissen und setzt auf eine Qualitätspyramide aus Gebiets-, Orts- und Riedenweinen. Seit 2019 werden 65 Hektar biologisch bewirtschaftet.
  • Hospitality
    Hospitality stärkt den Tourismus im Burgenland mit dem Hotel Galántha, dem Boutique-Hotel „Zum Oberjäger“ und dem Neuen Strand am Neusiedler See sowie kulinarischen Angeboten wie dem Restaurant Henrici und der Vinothek Burgenland.
  • Tourismus, Kultur und Veranstaltungen
    Esterhazy verbindet historische Gebäude und Sammlungen mit innovativen Kulturformaten wie Ausstellungen, Konzerten und Festivals, darunter die Oper im Steinbruch und HERBSTGOLD.

Welche kulturellen Initiativen gehen auf Stefan Ottrubay zurück?

Seit Gründung der Esterhazy Betriebe hat sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Motor für Kunst, Kultur und Tourismus im Burgenland und darüber hinaus entwickelt. Während bis Anfang des 21. Jahrhunderts in Schloss Esterházy sowie anderen Wirkungsstätten hauptsächlich Fremdveranstaltungen stattfanden, leitete Stefan Ottrubay nach der Festigung der Strukturen eine Kulturoffensive ein. Mit classic.Esterhazy begann 2011 die ganzjährige Bespielung des Schlosses in Eisenstadt, 2014 übernahm Esterhazy die Oper im Steinbruch.


Mit dem HERBSTGOLD – Festival startete 2017 ein neues Festivalformat, das Musik quer durch Jahrhunderte und Genres vereint. Jüngsten Zuwachs in dem vielfältigen Programm bilden das Streichquartettfestival quartetto plus sowie das Pianofestival Keys to Heaven.

Wie setzt sich Stefan Ottrubay für den Tourismus ein?

Mit der Neuausrichtung der Esterhazy Betriebe ab 2001 und der damit einhergehenden Bildung der Bereiche Kultur und Marketing sowie historische Großanlagen ebnete Stefan Ottrubay den Weg zur Öffnung der kulturhistorischen Güter. Damit kam er dem Wunsch der Stifterin Melinda Esterházy nach, die deren Zugänglichkeit für ein breites Publikum vorsah. Dieser Schritt setzte die Entwicklung verschiedenster Dauer- und Sonderausstellungen in Gang, die den Gästen ein jährlich wechselndes Programm in den historischen Stätten bieten. Durch weitsichtige Investitionen flossen seit Gründung der Esterhazy Stiftungen mehr als 250 Millionen Euro in den Kulturtourismus im Burgenland. Mit dem Anstoß zur 2024 erschienenen Publikation „Tourismusregion Neusiedler See. Risiken und Chancen einer europäischen Destination“ lenkte Stefan Ottrubay die Diskussion auf die Bedeutung sowie die Gefahren für Burgenlands wichtigstes Tourismusziel.

Wie fördert Esterhazy zeitgenössische Kunst?


Esterhazy NOW initiiert den grenzüberschreitenden künstlerischen Dialog und beauftragt orts- und kontextspezifische Kunstwerke. Stefan Ottrubay überführt damit die einstige Tradition der historischen Familie Esterházy und deren kulturelle Repräsentation in die einer aktiven Kulturförderung und eines zivilgesellschaftlichen Mäzenatentums. Regelmäßig werden Kunstschaffende eingeladen, für spezielle Lokationen Kunstwerke zu entwerfen und umzusetzen. Auf diese Weise erhalten historische Bauwerke wie Schloss Esterházy oder Schloss Lackenbach, aber auch das Hotel Galántha oder das Restaurant Libelle moderne Interventionen.


In Verbundenheit mit Ungarn rief Stefan Ottrubay 2009 den Esterhazy Art Award ins Leben. Dieser gilt mittlerweile als wichtigster Kunstpreis in Ungarn und wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Als jüngste Beispiele für mittlerweile international tätige Preisträger gelten Zsófia Keresztes und Márton Nemes. Beide wurden ausgewählt, ihre Werke im Rahmen der renommierten „Bienna­le di Venezia“ zu zeigen. Zsófia Keresztes bespiel­te 2022 den ungarischen Pavillon, Márton Nemes präsentierte sich 2024 in Venedig.

Wie weit übernimmt Esterhazy Verantwortung in den Bereichen Natur und Umweltschutz?

Neben der Förderung von Kunst und Kultur legt Esterhazy große Aufmerksamkeit auf die Bereiche Natur und Umwelt. Bereits Fürstin Melinda Esterházy hatte durch das Bereitstellen von mehr als 5.000 ha Fläche die Entstehung des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel ermöglicht. Diese Verantwortung trägt Stefan Ottrubay weiter, indem er zahlreiche Projekte für die Region angestoßen oder gefördert hat. Im März 2023 erschien auf seine Initiative die Publikation „Weißbuch: Das Ende des Neusiedler Sees? Eine Region in der Klimakrise. Herausforderungen. Perspektiven. Lösungen“. Darin setzen sich Menschen der Wissenschaft sowie in der Region verwurzelte Personen mit den Herausforderungen der Klimaveränderungen auseinander.

Welche Akzente setzt Esterhazy außer Kulturveranstaltungen in Eisenstadt?

Neben einem ganzjährigen Kulturangebot in Eisenstadt und damit der Ausweitung der Gästesaison war es Stefan Ottrubay stets wichtig, die Infrastruktur sowohl für Gäste als auch für Einheimische voranzutreiben. Mit der Revitalisierung der historischen Stallungen in Eisenstadt mit dem Restaurant Henrici, der Selektion Vinothek Burgenland, Geschäftslokalen wie der Markthalle Kulinarium Burgenland und dem Umbau des daneben liegenden Gebäudes zu einem modernen Bürogebäude, gaben die Esterhazy Betriebe einen wichtigen Impuls im Herzen der Landeshauptstadt. Diese Initiative wurde mit der Errichtung des Hotels Galántha sowie einem anschließenden Wohn- und Bürohaus ab 2020 fortgesetzt. Damit setzt Stefan Ottrubay zugleich ein für ihn wichtiges Statement, indem er die Innenstadt stärkt und der Abwanderung von Betrieben an die Peripherie entgegenwirkt.

Welche Immobilienprojekte wurden unter Stefan Ottrubay entwickelt und umgesetzt?

Bei der Revitalisierung bzw. bei der Neuerrichtung von Bauwerken stehen stets zukunftsweisende Gedanken und nahhaltige Lösungen im Vordergrund. Durch richtungsweisende Visionen und den Mut, neue Wege zu gehen, brachte Stefan Ottrubay seit 2002 in der Immobilienentwicklung rund 20 Großprojekte zur Umsetzung, die in die Wertschöpfung der Region einzahlen. Neben dem Neubau des Weinguts in Trausdorf, der Adaptierung des Kalanderhauses als multifunktionalem Veranstaltungsort und dem Ausbau des Schlossquartiers in Eisenstadt wurde dem Renaissanceschloss Lackenbach mit der Einrichtung des Boutique-Hotels „Zum Oberjäger“ neues Leben eingehaucht. Frischer Wind weht seit 2024 außerdem durch den einstigen Seehof Donnerskirchen: Zum modernen Bio-Landgut ausgebaut, finden sich hier neben einem Restaurant, zahlreichen Veranstaltungsräumlichkeiten und der Markthalle Kulinarium Burgenland auch der GreenTech BioCampus. Neu ausgerichtet wurde zudem das Seebad in Breitenbrunn. Unter dem Namen Neuer Strand Neusiedler See startete das Areal 2024 in die Saison und damit in eine neue Ära. Neben der Neugestaltung der Seeanlage bildet das Marina-Gebäude mit dem Restaurant Libelle Kulinarik und spannende Ausblicke auf den Neusiedler See und das Leithagebirge.

Welchen Stellenwert hat Wein innerhalb der Esterhazy Betriebe?

Weinbau und die daraus zu erzielenden Einkünfte haben im pannonischen Raum seit jeher große Bedeutung. Die Domäne Esterházy führte die Weinbautradition im 20. Jahrhundert fort und nützte dafür vor allem den Keller sowie die Sala terrena im Eisenstädter Schloss. Da diese Produktionsstätte nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach, initiierte Stefan Ottrubay den Neubau eines Weinguts auf dem Areal des Trausdorfer Meierhofs. Die Eröffnung fand 2006 statt, in der Folge etablierte sich das Weingut Esterházy als weltweit gefragter Betrieb: Zahlreiche nationale wie internationale Auszeichnungen und Prämierungen zeugen von der hohen Qualität.

Schon in den 1990er-Jahren hatte Stefan Ottrubay in Ungarn ein Weingut gekauft. Heute entstehen auf den Weingütern Etyeki Kúria nahe Budapest und auf dem 2006 übernommenen Weingut in Sopron ebenfalls mehrfach prämierte Weine.

Wie entwickelten sich die Wirtschaftszahlen die Esterhazy Betriebe unter Stefan Ottrubay?

Unter der Führung von Stefan Ottrubay konnten die Esterhazy Betriebe ihren Gesamterlös erheblich steigern. Lagen die Umsätze 2004 noch bei 17,6 Millionen Euro, konnte das Unternehmen dieses Ergebnis in den weiteren zwei Jahrzehnten beinahe verfünffachen. 2024 erwirtschafteten die Esterhazy Unternehmensbereiche PANNATURA, Immobilien, Hospitality, Weingut Esterházy sowie Kultur, Tourismus und Veranstaltungen einen Umsatz von 86 Millionen Euro. Vor allem in den vergangenen Jahren wurden große Investitionen getätigt, die in die Stärkung der Region einzahlen: Rund 60 Millionen Euro flossen in das Projekt Wohnen und Arbeiten im Schlossquartier in Eisenstadt mit dem Hotel Galántha, Büroräumlichkeiten und Wohnungen. In den Neuen Strand Neusiedler See wurden 53 Millionen Euro investiert. Als weitere Großinvestition ist der Ausbau des Bio-Landguts Esterhazy in Donnerskirchen zu werten.

Mit diesen Investitionen einhergehend, wuchs das Unternehmen von 95 Mitarbeitenden im Jahr 2000 auf rund 650 im Jahr 2024. Großer Zuwachs konnte auch bei der Besucherzahl verzeichnet werden: Rund 600.000 Gäste besuchen jährlich Veranstaltungen in Esterhazy Lokationen.

Durch nachhaltige Weiterentwicklung, vorausschauende Planung und nicht zuletzt die konsequente Verfolgung von Visionen entwickelten sich Esterhazy unter der Federführung von Stefan Ottrubay seit der Jahrtausendwende von einer güterverwaltenden Domäne zu einem Leitbetrieb im pannonischen Raum. Mit den fünf Unternehmensbereichen PANNATURA, Weingut Esterházy, Immobilien, Hospitality sowie Kultur, Tourismus und Veranstaltungen ist die Esterhazy Betriebe AG heute wichtiger Arbeitgeber, internationale Kulturinstitution und treibender Motor für die Wirtschaft im Burgenland.

Vorsitzender der Esterházy-Stiftungen und Aufsichtsratsvorsitzender der Esterhazy Betriebe AG