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Schloss Esterházy

Öffnungszeiten

Montag - Freitag ausschließlich im Rahmen einer Winterführung
Samstag - Sonntag und feiertags 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet

Öffnungszeiten

Burg Forchtenstein

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Samstag, Sonntag sowie feiertags ausschließlich im Rahmen einer Winterführung um 11.00 und um 13.00 Uhr

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Schloss Lackenbach

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Donnerstag – Freitag 10.00 – 14.00 Uhr
Samstag – Sonntag sowie feiertags 10.00 – 16.00 Uhr

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Steinbruch St.Margarethen

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Gruppenbuchungen auf Anfrage möglich

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28.11.2025

Podiumsdiskussion zur Klima- und Wassersituation der Region Neusiedler See im Kalandahaus in Trausdorf

Trausdorf, 20. November 2025 – Die Auswirkungen des Klimas auf die Region Neusiedler See und das Gewässer selbst standen im Fokus einer Expertendiskussion der Foster Europe-Stiftung und der Initiative für Demokratie.

Seit zehn Jahren greift die Initiative für Demokratie (IFD) Themen auf, die das Burgenland bewegen, und lädt Fachleute dazu ein, diese miteinander sowie mit einem interessierten Publikum zu diskutieren. Auf Einladung der IFD und ihres Partners, der Foster Europe-Stiftung, begrüßte Moderator Tarek Leitner rund 150 Gäste bei der Veranstaltung im Kalandahaus.

Veränderungen im Wasserhaushalt und der Landwirtschaft

In einem Impulsvortrag gab Univ.-Prof. Josef Eitzinger von der Universität für Bodenkultur Wien einen Überblick über die aktuelle Situation und zeigte unterschiedliche Zukunftsszenarien auf. Klimatische Verschiebungen werden laut dem Fachmann dazu führen, dass die Region Neusiedler See künftig Klimaverhältnisse wie Bologna oder die Lombardei erwartet. Dies wirke sich einerseits auf den Wasserstand des Neusiedler Sees, aber auch auf die Landwirtschaft im gesamten Gebiet aus. So werden im Weinbau bereits jetzt Schritte gesetzt, um für die Veränderung gewappnet zu sein.

Blick auf die gesamte Region

Christian Sailer, Leiter der Wasserwirtschaft und der Task Force Neusiedler See, betonte den erweiterten Blick auf die gesamte hydrologische Situation im Seewinkel – inklusive Lacken und Grundwasser. Das Zusammenspiel dieser Elemente steht etwa im Projekt LIFE Pannonic Salt im Mittelpunkt. Zur möglichen Donau-Zuleitung erklärte er, dass die Planungen mit Niederösterreich und dem zuständigen Ministerium laufen und vor allem rechtliche sowie ökologische Vorgaben zu erfüllen sind. Einen Zeitrahmen nannte er nicht, betonte aber das klare Ziel, den See als Landschaftselement zu erhalten.

Bekannteste Marke erhalten

Der Bedeutung des Erhalts der Wasserfläche schloss sich Patrik Hierner, Geschäftsführer des Tourismus Nordburgenland an. Als landschaftliche wie auch ökologische Besonderheit stehe der See als Klammer über allen touristischen Aktivitäten der Region. Er gelte als bekannteste Marke des Burgenlandes, um die stets neue touristische Angebote entwickelt werden, um für die Gäste attraktiv zu bleiben. Neben den Stärken der Region brachte er zudem die Sprache auf das Thema Verkehr, wo Nachholbedarf bestehe, die Infrastruktur jedoch laufend angepasst und erweitert werde.

Schutzfunktion Welterbe

Seitens des Vereins Welterbe Neusiedler See ging dessen Geschäftsführerin Lina Karner auf den Wert des Prädikats Welterbe ein. Dieses sei weniger aus touristischer Sicht, denn als Schutzfunktion zu werten. Es bedeute nicht, Veränderungen zu verhindern, sondern gemeinsam Schritte zu setzen, die die Region auf sensible Weise in die Zukunft führen.

Fazit

Die Zusammenarbeit und die Notwendigkeit der fachübergreifenden sowie grenzüberschreitenden Vernetzung wurden auch in der anschließenden angeregten Publikumsdiskussion hervorgehoben.

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