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13.08.2026

Neue Naturschutzprojekte im Burgenland: WWF und Esterhazy verlängern Kooperation

Zusammenarbeit um fünf Jahre verlängert – Unbeschriebene Käferart und zahlreiche Erstnachweise im Leithagebirge dokumentiert – Waldschutz, Seeadler-Monitoring und Renaturierung als Schwerpunkte

Wien/Eisenstadt, 13. August 2026 – Der WWF und die Esterhazy Betriebe setzen ihre erfolgreiche Naturschutz-Kooperation im Burgenland für weitere fünf Jahre fort.

Aufbauend auf den bisherigen Projekterfolgen sind:

  • die Fortsetzung des gemeinsamen Seeadler-Monitorings
  • die Renaturierung von Feuchtlebensräumen
  • die Entwicklung eines Alt- und Totholzkonzepts für Waldflächen im Mittelburgenland

Zu den bemerkenswertesten Ergebnissen der bisherigen Zusammenarbeit zählt eine Grundlagenerhebung für Xylobionten – also Insektenarten, die auf Alt- und Totholz angewiesen sind im Leithagebirge: Dabei wurden eine bislang völlig unbeschriebene Käferart, fünf Erstnachweise für Österreich und 64 Erstnachweise für das Burgenland dokumentiert. „Das zeigt, wie viel es selbst in gut untersuchten Landschaften noch zu entdecken und zu schützen gibt. Unsere Kooperation verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Maßnahmen – vom Seeadler-Monitoring bis zur Sicherung wertvoller Waldlebensräume“, sagt WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides.

Im Rahmen der gemeinsamen Projekte wurden unter anderem bereits zehn Seeadler besendert oder beringt. Die gewonnenen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse über Flugrouten, helfen bei der Identifikation von Gefahrenstellen und ermöglichen gezielte Schutzmaßnahmen.

„Die gemeinsamen Projekte zeigen, dass aktive, nachhaltige Flächenbewirtschaftung im Einklang mit der Natur und Artenschutzanliegen erfolgreich möglich ist. Wir freuen uns über die Verlängerung der Kooperation und die weitere Zusammenarbeit“, sagt Matthias Grün, Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Betriebe AG.

Ein wichtiger Schwerpunkt der bisherigen Zusammenarbeit war die Entwicklung und Umsetzung eines Alt- und Totholzkonzepts für das Leithagebirge. Das dort entstandene Netzwerk aus Biotopbäumen, Altholzinseln und Prozessschutzflächen trägt zum Erhalt natürlicher Waldstrukturen bei und schafft vernetzte Lebensräume für zahlreiche seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.

Auf Basis dieser Erfahrungen soll nun ein vergleichbares Konzept für Flächen im Mittelburgenland erarbeitet werden. Geplant sind naturschutzfachliche Untersuchungen der Wälder, die Erfassung wertvoller Waldelemente sowie die langfristige Sicherung von Lebensräumen für waldtypische Arten. Ergänzt wird die Zusammenarbeit durch Projekte zur Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen und weitere Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Burgenland.