HERBSTGOLD-Festival 2026 eröffnet: Kunst, Musik und der „Pulsschlag der Zeit“ prägen Eisenstadt

Das HERBSTGOLD-Festival 2026 wurde in Eisenstadt mit den Kunstinstallationen „Ströme der Zukunft“ von Hannah Neckel und „Grüne Hunde“ von Hugo Canoilas sowie einem Eröffnungskonzert mit Pablo Ferrández, Riccardo Minasi und dem Chamber Orchestra of Europe eröffnet. Unter dem Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ verbindet das Festival Kunst, Musik und historische Kulturstätten rund um Schloss Esterházy.
Welche Kunstwerke eröffnen das HERBSTGOLD-Festival 2026?
Die künstlerische Festivaleröffnung, gestaltet von Kurator Vitus Weh, nahm ihren Ausgang beim historischen Emericus-Brunnen vor Schloss Esterházy. Für die Dauer des Festivals wurde der Brunnen wieder in Betrieb genommen.
„Ströme der Zukunft / Streaming into the Future“ von Hannah Neckel
Im Zentrum der Eröffnung stand die Installation „Ströme der Zukunft / Streaming into the Future“ der in Eisenstadt geborenen Künstlerin Hannah Neckel. Das Kunstwerk besteht aus elf Fahnen, platziert am Emericus-Brunnen und zeigt das Panorama eines pulsierenden Wasserlaufs. Die Arbeit greift Themen wie Bewegung, Vernetzung und Wandel auf. Weibliche Avatare sowie zwischen Muschel und Qualle changierende Wesen bewegen sich durch einen von blau-grünen Strukturen geprägten Raum. Die Bildwelt erinnert sowohl an fließende Nordlichter als auch an digitale Datenströme und verbindet Erinnerung, Gegenwart und Zukunft.
Die Wiederinbetriebnahme des Emericus-Brunnens macht die Idee der „Ströme der Zukunft“ auch im öffentlichen Raum erlebbar. Gleichzeitig rückt sie die historische Bedeutung des Brunnens in den Fokus. Das Bauwerk zählt zu den ältesten und prägendsten Elementen des Schlossplatzes. Nach umfassenden Sanierungsarbeiten ab Herbst soll der Emericus-Brunnen im Frühjahr 2027 dauerhaft wieder Wasser führen.
„Grüne Hunde / Green Dogs“ von Hugo Canoilas
Musikalisch begleitet vom Vokalensemble „Vocalis“ führte die Eröffnung weiter zur Skulpturengruppe „Grüne Hunde / Green Dogs“ des portugiesischen Künstlers Hugo Canoilas.
Das vierteilige Werk orientiert sich an der Technik der „teste composte“ und setzt sich aus erkennbaren Formen von Obst und Gemüse wie Karfiol, Weißkohl, Gurken und Brokkoli zusammen. Die Keramikhunde stehen auf den historischen Steinsockeln der 2025 denkmalgerecht wiedererrichteten Holzbrücke beim zentralen Orangerie-Pavillon. In der Interpretation von Hugo Canoilas fungieren die Hunde als Schutzgeister und Sinnbilder des Übergangs zwischen menschlicher Welt, Natur und spirituellen Ebenen. Gleichzeitig verweisen sie auf die historische Funktion der nahegelegenen Orangerie als Ort der Nahrungsmittelproduktion. Die Skulpturen laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Brücke als Ort von Veränderung, Begegnung und Möglichkeiten neu zu erleben.
„Der ‚Pulsschlag der Zeit‘ zeigt sich nicht nur in der Musik, sondern auch in der Kunst. Sowohl Hannah Neckels visionärer Wasserstrom als auch Hugo Canoilas’ symbolische Hundeskulpturen erzählen von Bewegung, Wandel und Verbindung. Sie machen den Schlosspark zu einem Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander in Dialog treten“, betont Vitus Weh, Kurator des HERBSTGOLD – Festivals 2026.
Eröffnungskonzert des HERBSTGOLD-Festivals 2026: Pablo Ferrández, Riccardo Minasi und das Chamber Orchestra of Europe
Das Eröffnungskonzert des HERBSTGOLD-Festivals 2026 stellte Werke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt: Auf dem Programm standen Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88 und sein Cellokonzert in C-Dur sowie Wolfgang Amadeus Mozarts „Jupiter-Sinfonie“, abgerundet mit Pēteris Vasks’ „Musica dolorosa“. Mit Pablo Ferrández, dem Chamber Orchestra of Europe und Riccardo Minasi standen dabei herausragende Interpreten auf der Bühne. Das Programm verband dabei klassische Brillanz, emotionale Tiefe und zeitlose Ausdruckskraft.
Intendant Julian Rachlin beschreibt im Zusammenhang des Eröffnungskonzerts das diesjährige Festivalmotto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ so: „Jede Epoche hat ihren eigenen Pulsschlag. In der Musik können wir ihn hören, fühlen und neu entdecken. Vom innovativen Geist Haydns über die Vollendung Mozarts bis zur emotionalen Klangsprache von Vasks spannt sich ein Bogen, der Vergangenheit und Gegenwart in Resonanz versetzt.“ Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen, ergänzt weiter: „Der ‚Pulsschlag der Zeit‘ offenbart sich in der Fähigkeit großer Kompositionen, die über Jahrhunderte hinweg lebendig bleiben und ihr Publikum immer wieder aufs Neue zutiefst berühren.“
Was erwartet Besucherinnen und Besucher bei HERBSTGOLD 2026?
Mit dem Eröffnungskonzert fiel der Startschuss für zehn Festivaltage mit Konzerten, künstlerischen Entdeckungen und Begegnungen im Schloss Esterházy.
Zum weiteren Programm gehören:
- die Bamberger Symphoniker mit Julian Rachlin
- Pianistin Gabriela Montero mit Werken von Albéniz, Chopin und Liszt
- Mozarts Requiem mit dem Wiener Singverein, dem Chamber Orchestra of Europe und Julian Rachlin
- Kammermusik mit dem Motus Quartett
- die Filmvorführung „One Chance – Einmal im Leben“
- das Janoska Ensemble mit Rolando Villazón
- ein literarisch-musikalischer Abend mit Ian Bostridge, Julius Drake und Victoria Trauttmansdorff
- Kammermusikabend mit Julian Rachlin, Raphaela Gromes, Boris Andrianow, Matthew Lipman, Sarah McElravy und Boris Brovtsyn
- das Orchesterfinale mit Alexander Malofeev, dem West Hungarian Philharmonic Orchestra – Győr und Julian Rachlin
HERBSTGOLD 2026 in Eisenstadt
Das HERBSTGOLD-Festival 2026 lädt dazu ein, den „Pulsschlag der Zeit“ in Kunst, Orchester- und Kammerkonzerten sowie außergewöhnlichen Festivalmomenten im Schloss Esterházy zu erleben.
16. bis 26. September 2026
TICKETBESTELLUNGEN
Ticketbüro pan.event
T: +43 2682/65065






















