Schatz und Schutz - Vom Keuschheitsgürtel bis zum Sargschlüssel

( Esterhazy )

Jahresausstellung auf Burg Forchtenstein 2018 mit außergewöhnlichen Exponaten der Schell Collection.

Jahresausstellung Schatz & Schutz auf Burg Forchtenstein
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Preise

Öffnungszeiten

  • 12. April - 4. November
    täglich 10.00 - 18.00 Uhr
    17.00 Uhr Kassaschluss

Kontakt

Wer einen Schatz besitzt, möchte diesen auch beschützen. Das eine bedingt hier das andere. Große Mühe muss aufgewandt werden um einen Schatz sein Eigen zu nennen. Viele stellen sich unter einem Schatz etwas Kostbares vor. Zum Beispiel ein Objekt aus Gold, mit Diamanten bestückt, oder ein beachtliches Barvermögen. Und doch kann ein Schatz auch etwas Immaterielles sein, wie zum Beispiel die Ehre. Scheint diese heute kaum noch schützenswert, wurden ihretwegen vor Jahrhunderten noch Duelle und Kriege entfacht.

Im Märchen war ein Schatz fast immer in einer fest verschlossenen Truhe oder Kiste verborgen. Es oblag einem Helden, diese Truhe zu finden, was mit dem Bestehen vieler Abenteuer verbunden war. Waren alle Aufgaben erfüllt, konnte die Truhe geborgen werden, um schließlich den letzten Akt zu vollführen: das komplizierte Öffnen dieser Truhe. Auch hier konnte noch allerlei schiefgehen: Das „Zauberwort“ war vergessen worden, die Gier übermannte den Helden oder boshafte Geister versuchten ein letztes Mal das Gute zu verhindern.

Der Alltag der einfachen Leute, aber auch der reichen Bürger und des Adels, sah nicht viel anders als im Märchen aus. Egal, welchen Schatz jemand angehäuft hatte oder welcher Reichtum jemanden zugefallen war – neidische Mitmenschen, neugierige Dienstboten, böse Verwandtschaft  sie alle versuchten ein Stück vom Schatz zu erhaschen. Und hier kamen die Schlosser auf den Plan. Schon früh versuchten sie, die Schlösser der Auftraggeber durch verschiedene zusätzliche Verschlüsse noch sicherer zu machen. Neben dem eisernen Material, das kaum aufzubrechen war, kam der Zeitverlust für das Suchen des Schlüsselloches hinzu.

Schutz bot neben einem ordentlichen Schloss auch eine feste Behausung – im besten Fall eine Burg oder ein gut gesichertes Hochschloss – wie wir es hier in Forchtenstein sehen. Stehend auf einem Felsen mit schroffen Wänden und von einem Burggraben umgeben, zusätzlich gesichert durch eine Zugbrücke und verbarrikadiert durch mächtige hölzerne Tore, die mit Eisenbeschlägen gesichert sind, bot Burg Forchtenstein Schutz und  uflucht. Das hatten auch die Fürsten Esterházy erkannt, die auf der Burg, gesichert durch einen geheimen Zugang, ihre Schatzkammer eingerichtet hatten. Besser konnte ein Schatz nicht geschützt werden!

Die Ausstellung der Esterhazy Privatstiftung gemeinsam mit der Sammlung Schell geht der Verbindung von Schatz und Schutz auf den Grund.

 Ausstellungsraum

Zu sehen sind mehr als 180 bedeutende Exponate aus allen Epochen und diversen Materialien wie Minnekästchen, Schatztruhen, Vorhangschlösser, Sargschlüssel, vor allem auch Kunstkammerobjekte, aber auch der sagenumwobene Keuschheitsgürtel.

Auch drei Schatzkammer-Schlüssel der Burg Forchtenstein werden erstmals in einer Ausstellung gezeigt:

 Originalschlüssel der Burg Forchtenstein

Der sagenumwobene Keuschheitsgürtel ist bis heute unter den Historikern umstritten: 

  Keuschheitsgürtel Burg Forchtenstein

Sargschlüssel wie dieser wurden als letzte Erinnerung an die Verstorbenen aufbewahrt:

 Sargschlüssel Burg Forchtenstein

Esterhazy Privatstiftung
Esterhazyplatz 5
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         © Fri Apr 20 16:17:31 CEST 2018 Esterhazy Betriebe GmbH