Die Wiederentdeckung des Feenreiches

 (Esterhazy)

Die Sammlungen der Fürsten Esterházy

Wiederentdeckung Feenreiches
Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden

Johann Wolfgang Goethes spricht 1811 im ersten Band seiner Lebenserinnerungen vom „Esterházyschen Feenreich“. Als Hinweis auf den sagenhaften Besitz der fürstlichen Familie Esterházy ist diese Bezeichnung oftmals falsch verstanden worden. Denn obwohl mit dem Feenreich „nur“ eine Festdekoration im Auftrag von Nikolaus I. Fürst Esterházy gemeint war, gibt der einstmals riesige Kunst- und Landbesitz bis heute berechtigten Anlass zu dieser „Um- und Überinterpretation“.

Ausdruck der Macht und eines außerordentlichen Mäzenatentums waren zu allen Zeiten die gewaltigen Wissenschafts- und Kunstsammlungen der Fürsten Esterházy: Die „Fürsten des Feenreiches“ sammelten, kauften, verschenkten, stifteten, ließen anfertigen und bewahrten seit dem frühen 17. Jahrhundert einen sagenhaften Besitz an Kunst.
Werke der Schatzkunst, Musik, Malerei, Grafik, Bildhauerei, Gartenkunst und  Tafelkultur, finden sich hier ebenso wie Waffen, Uniformen, Bücher und Mineralien. Dabei gingen künstlerischer Dilettantismus und planvolles Sammeln, Erwerben von dauerhaften Werten und großzügiges Stiften Hand in Hand.

Nach der Zeit der Stagnation der Sammeltätigkeit um 1840, den Stiftungen von Kunstwerken an den Ungarischen Staat, einer sehr begrenzten Sammlungspflege und den enormen Kriegsverlusten im 20. Jahrhundert sind seit 1992 mit Gründung der Esterházy-Stiftungen gewaltige Schritte in der Wiederentdeckung der fürstlichen Sammlungen gesetzt worden.
Die Restaurierungen, wissenschaftlichen Forschungen und vermehrte Zugänglichmachung der Familien-Pretiosen helfen, das „Esterházysche Feenreich“ wieder für Besucher und Fachwelt aus aller Welt erlebbar zu machen.

Esterhazy Privatstiftung
Esterhazyplatz 5
7000 Eisenstadt, Austria
T +43 (0) 2682 / 63004-0

         © Wed Nov 22 19:11:28 CET 2017 Esterhazy Betriebe GmbH