Das Projekt RAMSAR RESERVE stellt sich vor

 (Esterhazy)

Ein neues Schutzgebiet am Westufer des Neusiedler Sees entsteht

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Das Westufer des Neusiedler Sees ist mit seiner einmaligen Pflanzen- und Tiervielfalt kombiniert mit einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft sowie dem pannonischen Klima ein wahres Naturkleinod. Als Ergänzung zum bereits am Ostufer unter besonderem Schutz stehenden Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel entsteht nun am Westufer das Projekt RAMSAR RESERVE. In Zusammenarbeit von Land Burgenland, der Gemeinden Donnerskirchen und Purbach, sowie Esterhazy als Grundeigentümer der zur Verfügung gestellten Schutzflächen konnte mit Wirksamkeit 1. Februar 2015 (Beginn des neuen Jagdjahres) eines der größten nationalen Naturschutzprojekte der letzten Jahre gestartet werden. Eine intensive Abstimmung und Einbindung erfolgt im Projekt mit dem Welterbe-Naturpark Neusiedler See Leithagebirge, dem Nationalpark Neusiedler-See Seewinkel und NGO’s im Naturschutz-Bereich wie WWF, BirdLife und dem Naturschutzbund.

Das Projekt RAMSAR RESERVE baut im Wesentlichen auf dem bereits bestens etablierten Angebot des Welterbe-Naturparks Neudsiedler See Leithagebirge, wie beispielsweise der Wulka-Safari (einer geführten naturtouristischen Bootsexkursion) im Donnerskirchner Kanal auf. RAMSAR RESERVE verfolgt als Ziele die Verbesserung und Sicherung der Lebensbedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt insbesondere der herausragenden Vogelwelt, die beispielhafte Umsetzung von naturschutzfachlich optimierten Pflegemaßnahmen im Bereich des Schilfgürtels sowie die Sicherung und Entwicklung von ökopädagogischen Angeboten. Im Rahmen des Projekts wurde als erster Schritt auf der gesamten Projektfläche (rund 900 ha) die Wasservogelbejagung gänzlich eingestellt. Esterhazy bekräftigt damit einmal mehr sein Engagement im Naturschutzbereich als bedeutender Flächengeber für Naturschutzanliegen. Schon der maßgebliche Teil der Schutzgebiete des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkle liegt bekanntlich auf Esterhazy Flächen.

Exkurs Ramsar und der Neusiedler See

Die Ramsar-Konvention ist ein Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel. Angestoßen von der UNESCO stellt es einen völkerrechtlichen Vertag dar, der am 2. Februar 1971 in der iranischen Stadt Ramsar geschlossen wurde. Es stellt damit eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Naturschutz dar. Der Vertrag wurde von 21 Gründerstaaten unterzeichnet, bis 1999 hatten insgesamt 119 Staaten den Vertrag ratifiziert, gegenwärtig sind es 168.
Das Programm der Ramsar-Konvention: Schutz von Feuchtgebieten, Förderung der internationalen Zusammenarbeit beim Schutz von Feuchtgebieten, Förderung des Informationsaustausches über Feuchtgebietsschutz und Unterstützung der Arbeit der Konvention

Der Neusiedler See, seine Uferräume und die Orte am Ufer wurden 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Bereits 1977 wurde der Neusiedler See als Biosphärenpark anerkannt. Zudem ist das Gebiet das größte der 19 österreichischen Ramsar-Gebiete und steht seit 1982 als Feuchtgebiet unter besonderem Schutz. In der Region liegt außerdem der Naturpark Neusiedler-See Leithagebirge, der dieses Prädikat als einer von 47 heimischen Naturräumen trägt. Der Neusiedler See und die Umgebung sind auch als Natur- und Landschaftsschutz ausgewiesen. Das größte Schutzgebiet stellt ohne Zweifel der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel dar. Dieser wurde 1993 gegründet und zählt zu den einzigartigsten Naturräumen Europas.

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