Wir danken Edith Peña, dass sie sich kurzfristig bereiterklärt hat, den Klavierpart von Mihaela Ursuleasa zu übernehmen, die völlig überraschend am 2. August gestorben ist.
Edith Peña wurde in Caracas (Venzuela) geboren und begann ihre musikalische Ausbildung bei Lyl Tiempo. Sie gab ihr Debüt als Solistin mit dem Orquesta Sinfónica de Venezuela.
Nach ihrem Debüt zog sie nach Philadelphia und setzte ihre Ausbildung bei Susan Starr und später bei Sergei Babayan in Cleveland fort.
Sie ist regelmäßige Gastsolistin bei allen Orchestern ihrer venezolanischen Heimat, insbesondere beim Simón Bolivar Orchestra, dem sie seit ihrer Kindheit durch das El Sistema verbunden ist. Weitere Konzerte führten sie nach Deutschland, Frankreich, in die USA, Mexiko, Peru, die Dominikanische Republik, nach Spanien, England und Kanada. Anlässlich des Jubiläums der Philharmonic Society von Lima begleitete sie den Tenor Juan Diego Florez in einem Liederabend.
CD-Aufnahmen für das Venezuelan National Radio, das Spanish National Radio, Radio France, WFLN in Philadelphia und eine CD anlässlich des 70jährigen Bestehens des Orquesta Sinfónica de Venezuela (Einspielung von Saint-Saëns 2. Klavierkonzert) runden ihr künstlerisches Schaffen ab.
Derzeit lebt Edith Peña in Madrid wo sie ihre künstlerischen Aktivitäten fortsetzt.
Mihaela Ursuleasa (1978 - 2012)
Mihaela Ursuleasa ist am 2. August im Alter von 33 Jahren in Wien verstorben. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.
Die einzigartige Mischung aus temperamentvollem Spiel und lyrischer Begabung machte Mihaela Ursuleasa zu einer der bemerkenswertesten Pianistinnen ihrer Generation.
1978 in Brasov, Rumänien geboren begann sie sehr früh ihre Konzertkarriere. 1990 zog sie sich von der Bühne zurück und konzentrierte sich auf ihre schulische, musikalische und pianistische Ausbildung, nun in ihrer Wahlheimat Wien.
Heuwell Tircuit, San Francisco Chronicle, März 2006
Die Früchte dieser Entscheidung erntete Mihaela Ursuleasa, als sie 1995 den renommierten Clara-Haskil- Wettbewerb gewann. Sie wurde ausgezeichnet für diese seltene Kombination von Lebendigkeit und Beherrschung der Technik. Man hat sie mit Clara Haskil selbst verglichen, ihrer Landsfrau der Vorkriegszeit. Sie führte eine internationale Karriere, und begeisterte das Publikum mit sprühender Energie und Leidenschaft für die Musik.
Veranstalter in aller Welt wurden umgehend aufmerksam und Klavierabende in den bedeutendsten Musikmetropolen folgten, wie unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Köln, dem Konzerthaus Wien, der Tonhalle Zürich und der Carnegie Hall New York.
Daniele Gatti, Paavo und Neeme Järvi, Marek Janowski, Andris Nelsons und Mark Albrecht gehören zu den Dirigenten, die Mihaela Ursuleasa für ihre emotionale Tiefgründigkeit in der Musik schätzen und immer wieder einladen. Orchester wie das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Berner Symphonie-Orchester, Mozarteum Orchester, Orchestre National de France, Orchestre de Paris, City of Birmingham Symphony Orchestra, Weimarer Staatskapelle, Rotterdam Filharmonisch Orkest, Pacific Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Cincinnati Symphony Orchestra und die Wiener Symphoniker laden sie als Gast-Solistin ein. Unter den internationalen Festivals, bei denen sie auftrat, sind vor allem das Lucerne Festival, die Salzburger Festspiele, die Styriarte, das Beethovenfest Warschau und Bonn und Mostly Mozart Festival New York zu nennen.
Als leidenschaftliche Kammermusikerin musizierte Mihaela Ursuleasa u.a. mit der Cellistin Sol Gabetta (CD-Einspielung für Sony/BMG) und der Geigerin Patricia Kopatchinskaja (CD-Einspielung für Naive) und war auch als Liedbegleiterin sehr angesehen.
Ihre erste Solo CD "Piano & Forte" (-edel- CLASSICS) wurde mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie "Solistische Einspielung des Jahres" (19. Jahrhundert, Klavier) ausgezeichnet. Ihre zweite Solo-CD "Romanian Rhapsody" ist im März 2011 erschienen.
Das Busticket ist unter
01/96096 oder
online hier (18. August) bzw.
hier (19. August) erhältlich.



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