Haydn explosiv. Musik aus revolutionären Zeiten

 (Esterhazy)

Dauerausstellung in der Sala Terrena im Schloss Esterházy, Eisenstadt

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Eintritt

  • Im Rahmen des Haydn-Tickets

    Erwachsene € 11
    Ermäßigt/Gruppen € 9
    Familien € 23

Öffnungszeiten

  • 2. Jänner 2016 – 17. März 2016

    Freitag - Sonntag sowie feiertags 10.00 - 17.00 Uhr

    18. März 2016 – 30. April 2016

    Täglich 10.00 - 17.00 Uhr

    1. Mai 2016 - 30. September 2016

    Täglich 10.00 - 18.00 Uhr

    1. Oktober 2016 - 31. Oktober 2016

    Täglich 10.00 - 17.00 Uhr

    1. November 2016 – 30. Dezember 2016

    Freitag - Sonntag sowie feiertags 10.00 - 17.00 Uhr

    Am 24. und 31. Dezember von 9.00 - 12.00 Uhr und am 1. Jänner von 12.00 bis 17.00 Uhr.

    Führungen für Gruppen sind bei Voranmeldung auch außerhalb unserer regulären Öffnungszeiten möglich.

Kontakt

  • Schloss Esterházy
    Esterházyplatz 1
    7000 Eisenstadt
    T +43 (0) 2682 / 63004 7600
    email senden

Haydn explosiv

Joseph Haydn wirkte von 1761 bis 1803 als Hofmusiker, Kapellmeister und Komponist für das Haus Esterházy. Seit 2009 ist dieser kunstreichen Epoche in der Sala Terrena des Schlosses in Eisenstadt eine Dauerausstellung gewidmet.
Die Ausstellung "Haydn explosiv". Musik aus revolutionären Zeiten präsentiert den Komponisten, der zu seiner Zeit ein erstaunlicher Erneuerer war, entsprechend in einem erfrischenden Rahmen. Historische Autographe, Notendrucke, Gemälde, Grafiken und Musikinstrumente fügen sich mit Arbeiten renommierter zeitgenössischer Künstler zu einem schillernden Ganzen (Kurator: Herbert Lachmayer). Den Boden bedeckt ein bunter Teppich des Pop-Art Künstlers Roy Lichtenstein, die Räume sind wandfüllend mit Tapeten von Franz West und Margit Nobis ausgeschlagen, Soundinstallationen locken um die Ecken und auf einer Decke scheint eine riesige Projektion regelmäßig zu explodieren, kurz: es ist ein beeindruckendes Erlebnis für Auge und Ohr.
Ausgangspunkt ist das Leben und Schaffen Joseph Haydns am Fürstenhof der Esterházy, aber es war zugleich auch ein Leben in Europa. Die Ideale der europäischen Aufklärung und die Auswirkungen der französischen Revolution waren überall zu spüren, und Haydn wirkte mit seinen Mitteln mit. Als Erfinder des Streichquartetts und Erneuerer des Oratoriums beeinflusste Haydn einerseits nachhaltig die internationale Musikgeschichte, andererseits verfasste er während seiner rund 40-jährigen Dienstzeit am Esterházy-Hof auch zahlreiche Opern, Symphonien, Singspiele und Messen. Darüber hinaus richtete er Werke für den Spielbetrieb
 in Schloss Eszterház (Fertöd) ein und leitete als Kapellmeister mehr als 1000 Aufführungen. Durch einen technisch verbesserten Notendruck und die rasante Vertriebsaktivität seiner Verleger konnte er von Eisenstadt aus dennoch europäische „Weltgeltung“ erreichen.
Anhand von Multimediastationen und einzigartigen historischen Dokumenten aus den Esterházy-Sammlungen beschreibt die Ausstellung Haydn explosiv einen musikalisch-kulturgeschichtlichen Bogen von Haydns frühen Jahren am Esterházy Hof zu seinen umjubelten Konzerten in London, seiner späten Schaffenszeit bis hin zu feierlich begangenen Jubiläen und Rezensionen im 20. und 21. Jahrhundert.

 

Ein Volck's Lied für alle

In einem Teil ist die Sonderausstellung "Ein Volck's Lied für alle" untergebracht.

Joseph Haydns populärstes Werk ist das so genannte Kaiserlied, das Haydn 1797 als Auftragswerk auf den Text „Gott! erhalte Franz den Kaiser“ komponierte. Haydn selbst übertitelte seine erste Niederschrift bezeichnenderweise mit „Ein Volcks’ Lied“. Übersetzt in die verschiedenen Sprachen der Donaumonarchie diente es bis 1918 als Volkshymne; für kurze Zeit auch als Hymne der ersten Republik Österreichs.
Als eigenes Kapitel innerhalb von Haydn explosiv beleuchtet die Sonderausstellung Ein Volcks’ Lied für alle einerseits den staatspolitischen Kontext – die textliche Anlehnung an die britische Hymne God save great Georg our king von 1745 und ihr patriotisches Gegengewicht zum französischen Schlachtgesang der Marseillaise von 1792. Andererseits hebt es den besonderen Volkslied-Charakter der Melodie und damit Haydns Rekurs auf ländlich-natürliche, multiethnische Musiktraditionen hervor. Ebenfalls behandelt wird die Weiterverwendung der Melodie in einem kroatischen Volkslied und als Nationalhymne in Deutschland. Zu sehen sind historische Dokumente und zeitgenössische Kunstwerke, die Haydns unsterbliche Melodie umkreisen.

Mit Werken von Verena Dengler, Nezaket Ekici, Thomas Hörl / Jakob Lena Knebl, Helmut & Johanna Kandl. 
Kurator: Vitus Weh

 

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7000 Eisenstadt, Austria
T +43 (0) 2682 / 63004-0

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