Haydn explosiv. Musik aus revolutionären Zeiten.

 (Esterhazy)

Haydn explosiv - die erfolgreiche Ausstellung aus dem Haydnjahr - wird fortgesetzt. Mit vielen neuen Exponaten und Leihgaben kann der Besucher die fantastische Opernwelt des 18. Jahrhunderts entdecken.

Haydn explosiv 2012
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Eintritt

  • Erwachsene: € 7,00
    Ermäßigt/Gruppen: € 5,00
    Familien: € 15,00

Öffnungszeiten

  • bis 31. März 2014:
    Freitag – Sonntag und an Feiertagen
    9.00 -17.00 Uhr

    1. April – 11. November 2014
    täglich
    9.00-18.00 Uhr

    12. November – 31. März 2015
    Freitag – Sonntag und an Feiertagen
    9.00 -17.00 Uhr


    Achtung: Am 25. und 26. Dezember kein Schlossbetrieb"

Kontakt

In der mittlerweile seit 2009 laufenden Ausstellung Haydn Explosiv begegnen dem Besucher im Eisenstädter Schloss neben Exponaten aus den letzten drei Jahren, die etwa die Bedeutung Haydns als Pionier des Notendrucks - den er mitbegründete – veranschaulichen oder die seine internationalen Erfolg und Anerkennung in Paris und vor allem in London dokumentieren 2013 auch wieder neue Ausstellungsobjekte, die von der Musiktradition und Musikpflege am Esterházy Hof in Eisenstadt zeugen.

So ist unter den gezeigten Musikinstrumenten vor allem der wieder ausgestellte Hammerflügel aus der Wiener Werkstatt von Matthias Müller hervorzuheben, der einst im Salon der Fürstin Maria Josepha Hermenegilde stand. Sie war eine große Förderin von Joseph Haydn, schätzte ihn sehr und musizierte gerne selbst auf ihrem Fortepiano.

Doch auch die Musikkultur der Esterházy nach Haydn ist Thema und so werden auch dessen Nachfolger Luigi Cherubini und Johann Nepomuk Hummel anhand von Exponaten in die Ausstellung Haydn Explosiv eingebunden. Von Hummels Hand ist z.B. die Kantate „Endimione e Diana“ zu sehen, die er anlässlich der Hochzeit von Prinzessin Leopoldine Esterházy mit Fürst Moritz von Liechtenstein 1806 komponierte und die das weltweit einzige erhaltene handschriftliche Original mit allen einzeln angeführten Stimmen darstellt.

Auch der runden Jubiläen zu Haydn – seinem 200ster Todestag sowie seinem 250. Dienstantrittsjubiläum als Vizekapellmeister - wurde in der Ausstellung bisher gedacht und diese sind nun ebenso anhand von Archivalien und Objekten aus den Esterházy Sammlungen dokumentiert. Den Beginn seiner Tätigkeit in Eisenstadt illustrieren z.B. Gehaltsquittungen Haydns unter seinem ersten Dienstherrn Fürst Paul II. Anton Esterházy aus dem Sommer 1761 oder eine Anweisung des Fürsten bezüglich Gehalt, Kostgeld und Uniform für den jungen Vizekapellmeister. Den Endpunkt seines Schaffens veranschaulicht eine Arzneirechnung für den mittlerweile kränkelnden Komponisten, die er mit seiner Unterschrift quittiert hat.

Anhand von Multimediastationen und einzigartigen historischen Dokumenten aus den Esterházy Sammlungen beschreibt die Ausstellung Haydn Explosiv einen musikalisch-kulturgeschichtlichen Bogen von Haydns frühen Jahren am Esterházy Hof zu seinen umjubelten Konzerten in London, seiner späten Schaffenszeit bis hin zu feierlich begangenen Jubiläen und Rezensionen im 20. und 21. Jahrhundert.


Alois Pumhösel beschreibt die Installationen im "Standard" vom 21. Dezember 2010 so:

"Eine Besonderheit der Ausstellung breitet sich fast über die ganze Decke eines Raumes aus. Vier Projektoren leuchten eine 55 Quadratmeter große Fläche mittels sogenannter Edge-Blending-Technik aus, wobei eine Software das Bild der einzelnen Projektionen an den Rändern abschwächt, sodass durch die Überblendungen komplementär gleichmäßige Lichtstärke geschaffen wird." Daniel Dobler, Gründer von Interactive Media Services, leistete bei der Installation Maßarbeit: "Die historische Decke weist einen Höhenunterschied von bis zu sechs Zentimetern auf. Wir mussten die Verzerrung in mühsamer Detailarbeit millimetergenau ausgleichen."

Sonderausstellung: Ein Volck’s Lied für alle

Im Zentrum der Sonderausstellung steht das Volck‘s Lied, das Haydn 1797 als Auftragswerk auf den Text „Gott! Erhalte Franz, den Kaiser“ komponierte. Übersetzt in die verschiedenen Sprachen der Donaumonarchie diente die Melodie bis 1918 als Volkshymne. 1922 wurde sie zur deutschen Nationalhymne.
Die Ausstellung beleuchtet den historischen und staatspolitischen Kontext des Liedes, vergleicht es mit anderen Hymnen und vermittelt das Thema durch ungewöhnliche zeitgenössische Kunstwerke von Verena Dengler, Nezaket Ekici, Thomas Hörl / Jakob Lena Knebl, Johanna und Helmut Kandl. Konzept: Vitus Weh

 

 

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